Geld

Glück, Gesundheit oder Gerechtigkeit sind unersetzlich. Doch Geld lässt sich vermeintlich gegen alles tauschen. Diese Verheissung unendlicher Möglichkeiten ist verführerisch, dennoch ist der «Faktor Mensch» im Umgang mit dem eigentlich zählbaren finanziellen Gewinn erstaunlich.

Sascha Behnk, Per Schmid und Alexander F. Wagner am Institut für Banking und Finance zeigen, dass wirtschaftliches Verhalten nicht ausschliesslich rational gesteuert wird. Die auf Feldforschung basierte ethnologische Studie von Stefan Leins verdeutlicht ihrerseits, dass die Prognosen von Finanzanalysten nicht nur auf Fakten bauen, sondern vor allem durch gute Geschichten untermauert werden.  

Bei den Künstlerinnen Rosalie Schweiker und Jo Waterhouse ist das erfinden einer plausiblen Zukunft in ihren Tarot-Legungen eine durchaus redliche und vergnügliche Dienstleistung.  In dieser komplexen Gemengelage spielen der Geld- und Machtbegriff eine zentrale Rolle. Den Wandel dieser Begriffe und die Aneignung von Insignien, die die Macht durch Geld rechtfertigen, untersucht der Künstler Till Velten in seinem Beitrag.